Unterstützung für Christian Link


Gescheiterte Übergabe der Petition zur Aufhebung des Anfahrverbots an die RAG
Herne. Heute, am Freitag den 14.02.14 sollte die Petition, die die Aufhebung des Anfahrverbots gegen den Bergmann Christian Link (47), fordert, der Ruhrkohle-AG übergeben werden.

Zur geplanten Übergabe erschienen zwei der zentralen Koordinatoren der Initiavive zum Aufbau der Umweltgewerkschaft, ein Vertreter der MLPD, aus Marl, ein Initiator zum Aufbau der UG und Mitglied der IG Metall, eine Vertreterin des Jungendverbands REBELL, eine Koordinatorin der Bergarbeiterfrauen AG im Frauenverband Courage sowie ein Mitarbeiter des WDR Essen, vor der Zentrale der RAG in Herne.

Vorgesehen war die Petition dem Pressesprecher der RAG, Herrn Christof Beike, zu übergeben.

Grund dieser Aktion war das, am 30.01.14, gegen Christian Link ausgesprochene RAG-weite Anfahrverbot.

Christian Link ist als Umweltreferent für „Kumpel für AUF“ aktiv. Öffentlich weist er auf die Gefahren, der von der RAG teilweise, bereits begonnenen Aufhebung der Grundwasserabsenkung hin. Da seit den 1980er Jahren mind. 1,6 Mio Tonnen Sondermüll, davon mind. 600.000 Tonnen hochgiftige Filterstäube aus Müllverbrennungs- und Industrieanlagen, in stillgelegten Bergwerksstollen entsorgt wurden, besteht die Gefahr, dass das aufsteigende Grubenwasser die Giftstoffe löst und mit dem Grundwasser vermischt. Somit besteht auch die Gefahr, das die Giftstoffe in unser Trinkwasser gelangen. Besonders brisant, wenn man bedenkt, das weite Teile des Ruhrgebiets auch Trinkwassereinzugsgebiet sind. Wir berichteten bereits. Als die Delegation heute um 13.00 Uhr die Petition überreichen wollte, wurde ihr, seitens des Sicherheitsdienst der RAG beschieden, das Herr Beike sich im Urlaub befänden. Auf Bitte einen anderen Vertreter der Pressestelle zu bitten, die Petition entgegen zunehmen, wurde den Delegierten mitgeteilt, das sich kein Vertreter der Pressestelle oder des Vorstands bereit erklären würde, um die

„Aufforderung zur Aufhebung des Anfahrverbots gegen den Bergmann Christian Link“, in Empfang zu nehmen. Auch auf die Frage, ob es nötig sei, mit einem demonstrationsmäßigen Aufmarsch, die Veratnwortlichen zu bewegen die Petition entgegen zunehmen, wurde seitens des Sicherheitspersonals mit eisernem Schweigen geantwortet. Nachdem einige Minuten, im Beisein des Verteters der Presse, diskutiert wurde, beschloss man die Petition dem Sicherheitspersonal auszuhändigen. Eine Quittierung derselben wurde allerdings verweigert.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Papier auch die richtigen Stellen im Hause der RAG erreicht.

Warum weigerten sich die Offiziellen der RAG das Papier persönlich in Empfang zunehmen?

Was hat die RAG zu verbergen, dass sie, in diesem Punkt, dermaßen die Öffentlichkeit scheut?

Ist die RAG sich ihrer Schuld gegeüber Christian Link und der Bevölkerung im Ruhrgebiet bewußt und meidet aus diesem Grund die öffentliche Diskussion?

Gehen der RAG die Argumente aus?

Heute hätte die Ruhrkohle-AG die Gelegenheit gehabt, zu ihrem Vorgehen, Stellung zu beziehen.

Stattdessen zogen die Verantwortlichen der RAG vor, sich den Forderungen und der Diskussion zu verweigern. Ein äußerst undemokratisches Vorgehen, wenn man bedenkt, dass es hier, neben der Solidarität gegenüber einem mutigen Kumpel, der die Wahrheit öffentlich ausspricht, auch um die Gesundheit heutiger und zukünftiger Generationen im Ruhrgebiet, geht.

Weitere Protestaktionen gegen ihr Verschweigen und Verleugnen von Tatsachen, gegen ihre Repressalien gegenüber den mutigen Kumpel, die nicht länger schweigen, hat die RAG somit selbst zu verantworten.

Wir werden uns dem undemokratischen Vorgehen der Ruhrkohle-AG nicht beugen!

Unsere Forderungen

● zur sofortigen Aufhebung des ungerechtigten Anfahrverbot für Christian Link, ohne Auflagen,

● eine öffentliche Entschuldigung für die Unterstellungen gegenüber Christian Link,

● eine lückenlose, öffentliche Aufklärung über die Gefahren der „Reststoffverbringung unter Tage“ ,

● eine umweltgerechte Entsorgung aller unter Tage eingelagerten Giftstoffe – auf Kosten der Verursacher, bleiben bestehen.

Der Kampf geht weiter!
Solidarität für Christian!
Freitag, den 14.02.2014
Frank Binder
Mitglied der bundesweiten Koordinierungsgruppe der Initiative zum Aufbau der Umweltgewerkschaft Koordinator der Protestaktionen gegen das Anfahrverbot gegen C. Link seitens der UG Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.umweltgewerkschaft.org