Gesundheitsrisiken durch Elektrosmog und Mobile Kommunikation

Hier berichten wir über die Gesundheitsrisiken durch hochfrequentem Elektrosmog durch alle Geräte und Dienste der Mobilen Kommunikation und den Umbau zu gesundheitsverträglichen Lösungen. Das betrifft auch die DECT-Telefone und W-LAN-Geräte


Da unsere heutige Welt inzwischen nicht mehr ohne digitaler Kommunikation funktioniert, ist es von höchster Wichtigkeit, dass sie die an sie gestellten Ansprüche nachhaltig erfüllt und aus den heute noch mit Chaos und Wildwuchs gestrickten Kinderschuhen herauswächst. Der lobenswerte Ansatz des Bundesverkehrsministers Datenautobahnen (= Kommunikationsinfrastruktur) auf Basis Glasfaser flächendeckend herzustellen wird aber nur dann ausreichend Erfolg haben, wenn alle nachstehend beschriebenen Richtlinien, zeitliche und technologische Schlüsselkriterien der Infrastruktur nicht durch unterschiedliche Firmeninteressen ausgehöhlt werden.

Sehr geehrte Kommunal-/Landtags- und BundestagspolitikerInnen!
Auf der Verbändeanhörung am 21.11.2012 in Bonn, zur Novellierung der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung, in der auch die Mobilfunk-Grenzwerte geregelt sind, nahmen als Umweltverbände der BUND und Diagnose-Funk e.V. teil. Beide Verbände hatten zuvor umfangreiche Stellungnahmen eingereicht, in denen nachgewiesen wird, dass eine Anpassung der Grenzwerte an den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis dringend geboten ist. Die Nachweise, dass die Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist, liegen vor. Das wird in den Stellungnahmen dokumentiert. Beide Verbände sprechen sich deshalb für eine Vorsorgepolitik aus, deren Grundlage eine drastische Senkung der Grenzwerte sein muss.

Leider stellten sie fest, dass die Behördenvertreter kein Interesse zeigten, sich den Argumenten der Verbraucherschutzverbände zu stellen. Ein derartiges Verhalten nur mit dem Einfluss der Lobbyisten der Kommunikationsindustrie erklärt werden.

Im weiteren Verlauf der Novellierung fällt den Abgeordneten der Landesparlamente und des Bundestages eine große Verantwortung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu. Wir bitten Sie deshalb, die Stellungnahmen von Diagnose-Funk e.V. und der anderen Umweltverbände in Ihren Beratungen mit zu diskutieren.

Zum effizienten Eindenken in dieses Thema empfehlen wir Ihnen folgende Vorgehen:

Folgen Sie den Links:

      1. http://www.diagnose-funk.org/themen/grenzwert/verbaendeanhoerung-zur-novellierung-der-26bischv.php  
        dort finden Sie
        • eine kurze Stellungnahme als Pressemitteilung
        • ein ausführliches Dokument über die heutigen Problempunkte, die durch die Novellierung nicht gelöst werden. Sie lernen auch die sehr divergierenden Meinungen anderer EU-Staaten kennen.
        • die Stellungnahmen der anderen Umweltverbände.
      2. http://www.limes-nrw.de/inhalt/start_mk_2_0.htm
        dort finden Sie Kritik an der heutigen Technik der MK und Lösungsansätze für eine nachhaltige und risikoarme MK der Zukunft, die eine WIN-WIN-Situation für Politiker, BITKOM-Firmen und MK-Kritiker gleichermaßen darstellen.

Wir freuen uns über einen Dialog mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerrit Krause

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**** Vorstandssprecher von LIMES - NRW
**** Landesinitiative Mobilfunk /Elektrosmog in NRW
**** Website: www.limes-nrw.de
**** Mitglied von Diagnose>Funk Deutschland e.V.
**** www.diagnose-funk.org
**** Aus Virenschutzgründen versende ich keine
**** HTML-Mails und wandle Empfangene automatisch in reinen Text

**** An der Schmitte 15 • 42781 Haan
**** Tel. 02129-959126

Am 5.7.2012 führte der Umweltausschuss des Bayerischen Landtages eine Anhörung zum Thema Mobilfunk durch mit dem Titel: »Auswirkungen nichtionisierender elektromagnetischer Strahlung unterhalb der
Grenzwerte der 26. BImSchV auf Lebewesen«.

Die Experten wurden zu Themenblöcken befragt, in 165 Wortbeiträgen gaben sie ihre Standpunkte ab. Die Vertreter der Behörden (Dr. Brix & Dr. Vogel, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Prof. C. Herr (Strahlenschutzkommission(SSK)), Josef Opitz (Bundesnetzagentur), Dr. G. Ziegelberger (Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)) vertraten uneingeschränkt den Standpunkt, von der
Mobilfunktechnologie, wie sie in Deutschland angewandt wird, gingen keinerlei Gefahren für die Gesundheit aus, die geladenen industrieunabängigen Experten B.I.Budzinski (Richter a.D.), B. R. Müller
(BUND), Dr. J. Mutter (Umweltmediziner), Dr. U. Warnke (Biophysiker), Dr. M.H. Virnich (Messtechniker, Baubiologe) gingen von einem hohen Risikopotential der Mobilfunkstrahlung aus.

Diagnose-Funk hat zum Verlauf der Anhörung eine Stellungnahme an den Umweltausschuss verfasst und weitere Papiere zum Download eingestellt
unter: http://www.diagnose-funk.org/politik/politik-int/stellungnahme-zur-anhoerung--im-bayerischen-landtag.php

Überlegungen und Aufforderung zu einer anderen mobilen Kommunikationsstruktur

Mobil kommunizieren (MK) – unter Einhaltung Art. § 2(2) GG »Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.« und § 13 GG: »Schutz der Unverletzlichkeit der Wohnung«

Beginnend mit einer Abgrenzung des genauso brennenden Problems: „was passiert mit uns – Erwachsenen und noch viel mehr mit Kindern – wenn wir der Versuchung und Aufforderung der Medien (von ARD über Facebook und Spieleportale bis ZDF) unterliegen, immer und überall „online“ zu sein, bleibt aber auch hier schon das Problem der elektromagnetischen Felder erhalten: „always online“ bedeutet permanent einen aktiven Mobilfunksender mit sich herumzutragen.

Gesundheitsgefahren der Mobilen Kommunikation, Stand der Forschung und praktizierbare Lösungen zur Gefahrenvermeidung

Das Meinungsforschungsinstitut Infas, Bonn, brachte in den Jahren 2003 bis 2010 je einen Bericht über Gefahren des Mobilfunks, Titel: „Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit.“ Das verblüffende Ergebnis:

  • ca. 45% der befragten Eltern sehen vor allen Dingen in der Handynutzung ihrer Kinder das entscheidende gesundheitliche Risiko.
  • etwa 8 von 10 Befragten haben sich jedoch bislang mit möglichen Vorsorgemaßnahmen bezüglich elektromagnetischer Felder des Mobilfunks noch nicht auseinander gesetzt.
  • Gleichzeitig geben Nutzerstatistiken wieder, dass ca. 80% der Kinder zwischen 8 und 16 Jahren ein Handy besitzen und damit ca. 50 % des Mobilfunk-Umsatzes darstellen.

Diese Ambivalenz ist erklärbar als Problemverdrängung bei den Eltern und mangelnde Risikowahrnehmung bei Eltern und Kindern. Schizophrene Züge nimmt das Ganze an, wenn man gegenüberstellt: