Was in Geheimverhandlungen zwischen der EU- und der amerikanischen Administration ausgehandelt wird, ist ein Rückschritt in vielen Bereichen der hart erkämpften Sozial- und Umweltstandards.

„So und auch mit Schönheitsreparaturen ist das Abkommen nicht zu akzeptieren. Es ist klare Klientelpolitik gerichtet an (die oberen 1%) die globalen Großkonzerne. Die Bevölkerung bleibt außen vor und hat keinen Nutzen davon.“ sagt Frank Binder, vom Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft.

Die versprochenen 400.000 Arbeitsplätze, die EU-weit durch das Freihandelsabkommen entstehen sollen, würden zu Lasten von Sicherheitsstandards, Tariflöhnen, Umweltschutz etc. gehen. Laut einer Studie der Tufts-University würden aber demnach 600.000 Arbeitsplätze europaweit verloren gehen und ein Einkommensverlust von 165 bis zu 5000 Euro pro Person und Jahr sei zu erwarten. „Sollen wir für diese Aussichten unsere erkämpften Rechte aufgeben?“ fragt M. Ramaswamy, der Pressesprecher im Geschäftsführenden Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft.

Im Einklang mit dem größten Teil der bundesdeutschen Öffentlichkeit lehnt die Umweltgewerkschaft das Abkommen TTIP ab. Die Ende des letzten Jahres in Berlin gegründete Gewerkschaft ist sich mit vielen Bürgern der Republik einig:

In Jahrzehnten durchgesetzte Standards sollen verwässert oder abgeschafft werden, Regularien und juristische Normen werden abgebaut und in undurchsichtige Hinterzimmer verbannt.

Stellvertreter aus Politik, Wirtschaft und Finanzdienstleistung handeln dort ihre Belange aus, ohne demokratische Kontrolle. Erreichte und bewährte Sozial- und Umweltstandards in der Produktion und im Handel haben dann keine Gültigkeit mehr.

Die Umweltgewerkschaft ist angetreten, um Standards zu verbessern – im Interesse der Umwelt und der Menschen, ob jung oder alt – gegen ein Diktat aus Politik, Finanz- und Großindustrie, ob aus Europa oder den USA.

Kontakt:
Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft / Pressesprecher
Bremer Str. 42 - 10551 Berlin
Dr. M. K. Ramaswamy,
M. +49 151 18 42 16 67
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