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Stopp der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen! Eine internationale Widerstandsfront zum Schutz der natürlichen Umwelt ist notwendig!

An Alle, die sich um Umwelt und Zukunft sorgen!

Die existenzielle Bedrohung des menschlichen und allen höheren Lebens auf der Erde nimmt Plakat_aufruf_2 aktuell sprunghaft zu: Brennpunkte sind die Atomkatastrophe in Japan, die Anhäufung von Atommüll und die Überhitzung der Erdatmosphäre. Vielfältige Faktoren der Umweltzerstörung haben bereits ein Massensterben der Arten eingeleitet. Umfassende Schutzmaßnahmen, die weltweite Stilllegung aller Atomkraftwerke und der breite Ausbau der erneuerbaren Energien auf 100% sind unmittelbar notwendig und auch technisch machbar.

Die führenden internationalen Monopole bleiben jedoch fixiert auf Atom und fossile Energieträger zur Profit- und Machterhaltung. Die AKWs bleiben auch der Schlüssel zu Atomwaffen. Grün getarnte Techniken, wie der „Biosprit“ oder „CO2 Untergrundspeicherung“ zerstören die Umwelt weiter und dienen den Konzernen zum Erwerb von Zusatzprofiten. Besonders europäische Konzerne spielen „Umweltengel“, während es ihnen in Wirklichkeit um die Vorherrschaft ihrer Umwelttechnik auf dem Weltmarkt geht. Nach wie vor spielen Konzerne und in leider häufiger Unterwürfigkeit einige Gewerkschaftsspitzen die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen und den Umweltschutz gegeneinander aus.

Doch gerade Beschäftigte in der Industrie haben Ideen und Know-how zur Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien der Kreislaufwirtschaft, z. B. für Wasserstoff- oder Elektroautos. Ein modernes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur ist nötig und möglich. Wir nehmen es nicht hin, dass alternative Technologien, Wissen und Erfahrung in den Schubladen liegen.

Weltweit ist das Umweltbewusstsein stark gewachsen. Viele Organisationen und Bürgerinitiativen sind gegen radioaktive, chemische, biologische und elektromagnetische Bedrohungen aktiv. Aktuell hat sich der Anti-Atom-Widerstand enorm entwickelt, besonders unter Beteiligung der Jugend, und hat vielerlei Formen angenommen. In Deutschland war die Regierung gezwungen, Zugeständnisse zu machen, die vor wenigen Monaten noch undenkbar schienen. Doch ist ihr „Ausstieg“ nichts mehr als ein fauler Kompromiss: Atomkraftwerke dürfen nicht noch 10 Jahre betrieben werden! Sie müssen sofort stillgelegt werden - weltweit.

Um den Aktivitäten die entscheidende Durchschlagskraft zu verleihen, ist der Aufbau eines starken, länderübergreifenden Bündnisses und Widerstandspotenzials notwendig, in dem Umweltbewegungen auf Augenhöhe mit anderen sozialen Bewegungen und Organisationen der Arbeiterbewegung zusammenarbeiten. Dazu fehlt es der internationalen Umweltbewegung an einem engen Zusammenschluss und entsprechenden Organisationsformen. Ein guter Ansatz dafür war die „Weltkonferenz der Völker zum Klimawandel und zu den Rechten der Mutter Erde“, bei der sich verschiedene Bewegungen und Umweltbasisorganisationen in Cochabamba, Bolivien, im April 2010 mit 35.000 Teilnehmern trafen. Daran möchten wir anknüpfen. Der internationale Umweltratschlag dient dem Erfahrungsaustausch und der Koordinierung der Umweltbewegung. Hier kann und soll jede Organisation und jeder Einzelne, der sich für eine lebenswerte Umwelt einsetzen will, teilnehmen. Der internationale Umweltratschlag ist überparteilich und selbständig, er finanziert sich selbst.

In Deutschland nahmen am 1. Umweltratschlag 2009 über 400 Personen teil - sie kamen aus verschiedensten, meist lokalen und regionalen Initiativen. Es gab 25 Foren und Workshops und auch große Zustimmung, den Aufbau eines internationalen Dachverbandes breit zu diskutieren. Der 2. internationale Umweltratschlag soll diesen Prozess weiterführen. Er wird am 8./9. Oktober 2011 in Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen, stattfinden. Alle Beschlüsse (z.B. über Programm oder Preise) werden auf öffentlichen Vorbereitungstreffen demokratisch gefasst. Termine und Infos dazu unter www.umweltratschlag.de

Wir müssen dem Gebot der Stunde folgen und im Interesse künftiger Generationen handeln. Jetzt! Werdet aktiv in der Vorbereitung des 2. internationalen Umweltratschlags!

Wir rufen dazu auf, zur ganzen Bandbreite des Umwelt- und Klimaschutzes Beiträge zu entwickeln: zur Anti-Atom-Bewegung, zur Durchsetzung von Technologien der Kreislaufwirtschaft, zur Belastung durch Umweltgifte und Elektrosmog, zur Umweltarbeit in den Betrieben, zur Jugend, zu Formen des Widerstands, internationale Berichte, Perspektiven der Umweltbewegung.

  • Anmeldungen für Foren/Workshops bitte bis 31.8.11 richten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Hier können Sie diesen Aufruf unterstützen durch Ihre öffentliche Unterschrift.